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352 Seiten · mit Schutzumschlag
12.1 x 20.3 cm
EUR 19,90 · SFR 30,50 · EUA 20,50
ISBN: 3-85535-080-9
ISBN-13: 978-3-85535-080-3
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Ich. Bin. Eine. Mörderin.
Blutverschmiert kauert die fünfzehnjährige Tereza neben der Leiche ihres Zwillingsbruders Gideon. In der Hand hält sie eine Pistole. Für das Gericht gibt es keinen Zweifel, dass sie die Tat begangen hat. Doch da sie für schizophren gehalten wird, erklärt man sie für schuldunfähig. Seitdem sind dreizehn Jahre vergangen, dreizehn Jahre hinter den Mauern einer Klinik für forensische Psychiatrie. Dreizehn Jahre, in denen Tereza in der Therapie unerschütterlich ihre Unschuld beteuert. Ihre Mutter sei die wahre Mörderin, eine Kindesmörderin, eine moderne Medea in Terezas Fantasie. Für Tereza gibt es nur einen Weg, ihre Unschuld zu beweisen und sich selbst zu befreien: sie muss – aus reiner Notwehr - vier Morde begehen. Am Ende steht die Rache an der Mutter.
Wo liegt der schmale Grat zwischen Wahrheit und Wahnsinn? Wer ist Opfer, wer Täter? Im nüchternen Klinikalltag begeben sich Patientin und Psychiaterin auf eine Exkursion in eine antike mythologische Traumwelt, um sich Terezas geheimnisvoller Vergangenheit zu nähern. So entfaltet sich in Rückblicken Stück für Stück die Geschichte der Zwillinge und ihrer Familie. Pointierte Dialoge und eine geradezu lyrische Sprache zeichnen diesen raffinierten und klugen Spannungsroman aus.
Eine tiefsinnige Auseinandersetzung mit Schicksals- und Schuldfragen, ein literarischer Ausflug in die seelischen Abgründe von Opfern und Tätern und eine wortgewaltige Abrechnung mit der herzlosen Wirklichkeit hinter einer scheinbar gutbürgerlich-idyllischen Familienkulisse.
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